Droht ein EU-Austritt Großbritanniens?

Sind die Briten lebensmüde?

 

Wer die Parolen unserer politischen Intelligenz für bare Münze nimmt, müsste tatsächlich die Briten für lebensmüde halten. Hat doch der Unmut der Briten über die Brüsseler Bevormundung sich in den letzten Jahrzehnten derart vertieft, dass ein Austritt ihres Landes aus der Union nicht mehr ausgeschlossen scheint.

Nun verband sich die Existenzberechtigung der EU bisher stets mit dem Versprechen von Wohlstand, Freiheit und Frieden. "Ein Land wie Großbritannien werde ohne EU-Anbindung wirtschaftlich untergehen und weltpolitisch nicht wahrgenommen." So jedenfalls lautet die amtliche Wohlstandstheorie, die EU-Skeptiker schon immer mit apoaklyptischen Horroszenarien einzuschüchtern verstand.

 

Wäre der Austritt aus der EU für Großbritannien wirklich der Untergang ?
Worauf also müssen sich die Briten einstellen, wenn sie es tatsächlich wagen sollten, sich aus dem europäischen Verbund auszuklinken?

Ein EU-Austritt beschert vermutlich nicht die Briten ein gewaltiges Problem, sondern den zigtausenden EU-Postenschiebern und den unverbesserlichen EU-Fanatikern. Im Falle eines EU-Austritt Großbritanniens würde nämlich anhand eines großens Exempels die offizielle EU-Propaganda als plumpe verlogene Panikmache enttarnt.

Der Austritt Großbritanniens würde alle geschürten Ängste und Horrorszenarien widerlegen. Großbritannien würde wirtschaftlich nicht untergehen, sondern aufblühen (zum Beispiel, weil es sich mit einem Schlag von 80000 Seiten wirtschaftshemmenden Vorschriftenmülls befreien könnte). In Großbritannien könnten sich die Menschen freier fühlen als im EU-Europa, weil sie nicht mehr von bürokratischen EU-Auflagen gegängelt würden.
Auch sonstiger Propagandamist würde widerlegt. Weder würden die Briten mit anderen europäischen Staaten einen Krieg anzetteln noch würde den Briten die Möglichkeit genommen, problemlos und ohne Visa in andere europäische Staaten zu reisen.

Kurz: Die gesamte über Jahrzehnte aufgebaute EU-Propaganda würde durch den Austritt Großbritanniens unglaubwürdig!
Es stimmt einfach nicht, dass die EU den Wohlstand mehrt, den Frieden und die Freiheit sichert und die Wirtschaft eines Landes stärkt.

Sollten dann tatsächlich die britischen Exporte ins EU-Ausland zurückgehen, würden im Gegenzug auch die Importe abnehmen. In Großbritannien könnte sich endlich ein starker, marktwirtschaftlich orientierter Binnenmarkt entfalten, der vielen ausgestorbenen (ins Billigausland verbannten) Branchen wieder zu einer neuen Blüte verhelfen würde.

Ein erstarkendes EU-unabhängiges Großbritannien würde schließlich auch den Kontinent beeindrucken und dort den Wunsch eines Austritts salonfähig machen.

So könnte der Austritt Großbritanniens aus der EU der Anfang vom Ende des europäischen (Alp)traumes bedeuten. Und das ist wohl auch genau das, was unsere EU-Fanatiker am meisten fürchten.

 

Weiser Spruch oder dumpfe Einschüchterung:
"Wir brauchen Großbritannien nicht, aber die Briten brauchen uns!"
Der Austritt Großbritanniens aus der EU würde endgültig beweisen, dass kein Land die EU wirklich braucht. Das Gegenteil ist der Fall!
Vergessen scheint, dass auch die Schweiz und alle Staaten außerhalb der EU ihre Existenzberechtigung haben und ohne Transferunion und ohne Brüsseler Bürokratismus auskommen.

 

 

 

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 © Manfred J. Müller, Flensburg   

 

 

 


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Trotz aller Hiobsbotschaften wird noch immer versucht, die Bevölkerung zu verdummen! Unbeirrt aller Rettungsschirme und drohender Staatspleiten heißt es: „Wir profitieren ganz besonders von der EU und dem Euro!". Verschwiegen wird, dass seit 30 Jahren in Deutschland die inflationsbereinigten Reallöhne und Renten sinken, obwohl sich die Produktivität fast verdoppelt hat.

Wie kann Europa vorm Untergang bewahrt werden?
Sicher nicht mit den Propagandasprüchen von gestern!
Es geht nicht an, dass die politische Elite starrsinnig am Endsieg der europäischen Wahnidee festhält, ohne ernsthaft Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen. Eine vorurteilsfreie Diskussion muss an die Stelle plumper Durchhalteparolen treten.

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M. J. Müller analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und veröffentlicht brisante Aufsätze zu den heikelsten Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Seine Websites erreichen im Jahr etwa eine Million Besucher. Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a. die Trilogie "DAS KAPITAL".

 

 

 

"Großbritannien wird das erste Land in Europa sein, das durch seinen Austritt aus der EU seine Freiheit zurückerlangt!"
Verkündung des britischen Deligierten im EU-Parlament am 13. 12. 2011.

 

Profitiert Deutschland von der EU und dem Euro?